KASTANIENKUCHEN MIT PINIENKERNEN & ROSINEN

Mit Esskastanien (castanea sativa) zu kochen und auch besonders mit dem Mehl zu backen ist in der Mittelmeerregion eine alte Tradition. Die Kastanien, die frisch nicht sehr lange haltbar sind, wurden seit jeher getrocknet, geschält und zu Mehl vermahlen. Es war ein „Arme-Leute-Mehl“ als Alternative zu Getreide, das Kraft, Energie und Wärme für den Winter gebracht hat. Kastanien sind wertvolle Winterbegleiter, sie weisen eine gesunde Kombination aus Kohlenhydraten, Proteinen, Ballaststoffen, Vitaminen und Mineralstoffen auf. Hervorzuheben ist der hohe Gehalt an Vitamin C. Kastanien wirken säurereduzierend (basisch), wärmend und beinhalten kein Gluten.

Das Mehl kann vielfältig verarbeitet werden und eignet sich besonders für Brot, Kuchen, Kekse und Palatschinken (Pfannkuchen).

Heute möchte ich ein Rezept für einen Kuchen vorstellen, den ich in Italien kennen (und lieben) gelernt habe, das „Castagnaccio“. Ich habe einige Zutaten verändert und ayurvedische Gewürze hinzugefügt, die die Verträglichkeit dieses Kastanienkuchens erhöhen und es leichter verdaulich machen. Von der Konsistenz her (sehr knusprig!) ist er ein Mittelding zwischen Kuchen und Keks.

Andere Rezepte aus Kastanienmehl werden sicher noch folgen, denn momentan könnte ich es ständig essen und bin Tag für Tag am Rezepte ausprobieren.

Eine genaue ayurvedische Aufschlüsselung von Kastanienmehl habe ich nicht gefunden, aber nach meinen Einschätzungen ist es ein Mehl, das im Winter für alle 3 doshas sehr gut geeignet ist. Besonders wertvoll erscheint es mir für vata. vata profitiert davon, dass Katanien sehr nahrhaft, aufbauend und erwärmend sind und viel Energie geben. Für vata-Personen ist die Zugabe der Gewürze besonders von Bedeutung, da sie oft ein weniger starkes agni (Verdauungsfeuer) haben. Die meist gute pitta-Verdauung hingegen kann die Kastanien sehr gut verdauen und der süße Geschmack von Kastanien ist sowohl vata– als auch pittareduzierend. kapha sollte Kastanienmehl wegen seiner aufbauenden Wirkung eher in kleineren Mengen zu sich nehmen.

Der Zusatz an ayurvedischen Gewürzen hilft bei der Verdauung und macht den Kuchen verträglicher:

Fenchel (Foeniculum vulgare) wirkt vata– und pittaausgleichend, ist kühlend, regt das Verdauungsfeuer agni an und die ätherischen Öle der Fenchelsamen haben eine karminative (blähungswidrige) Wirkung.

Ingwer (Zingiber officinale, getrocknet) hat eine erwärmende, agni-stärkende Wirkung, reduziert vata und kapha und ist ebenfalls karminativ.

Ich füge dem Rezept noch gerne Pinienkerne und Rosinen hinzu, die vom Geschmack her (zumindest von meinem!) sehr gut zu Kastanienmehl passen. Wahrscheinlich auch deshalb, weil mein erstes herrliches Castaggnaccio in Italien ebenso zubereitet war… Gerne können Pinienkerne & Rosinen durch andere Nüsse  und Trockenfrüchte (z.B. Datteln) ersetzt werden.

KASTANIENKUCHEN MIT PINIENKERNEN & ROSINEN

Autorin: kitchen.manipura
Rezeptkategorie: Dessert

400 g Kastanienmehl
60 g Ahornsirup
60 g Rosinen
40 g Pinienkerne
90 g Kokosöl
200 ml Reismilch
1 1/2 TL Fenchelsamen, gemahlen
2 TL Ingwerpulver
10 g Pinienkerne zum Bestreuen

Das Kastanienmehl mit den Rosinen, Pinienkernen und Gewürzen vermischen. Kokosöl leicht erwärmen, bis es flüssig ist; zusammen mit dem Ahornsirup und der Reismilch untermischen. Die Kastanienmasse in eine mit Backpapier ausgelegte flache Ofenform (meine ist etwa 20 x 25 cm) füllen, gut darin verteilen und glatt streichen. Mit den restlichen Pinienkernen bestreuen und bei 180° ca. 50 min. backen.

GEWÜRZCHAI

Heute stelle ich das Rezept für den Chai vor, den wir bei unseren Veranstaltungen im Manipura, im Yoga- und Ayurvedastudio, unseren Gästen servieren und der sehr beliebt ist. Es ist sozusagen unsere Hausmischung. 😉 Da der Chai ohne schwarzen Tee zubereitet wird, ist er, weil er nicht anregend wirkt, wunderbar am Abend zu genießen. Ich verwende Reismilch, die von Natur aus lieblich und leicht süß im Geschmack ist (aufgrund der Fermentation der Reisstärke). Deshalb braucht es auch nur ganz wenig an zusätzlichen Süßungsmitteln (am liebsten Ahornsirup oder Reismalz).

Der Gewürzchai eignet sich ideal für die kältere Jahreszeit, denn er wirkt erwärmend, aufgrund von Zimt, Sternanis und Ingwer, aber auch nicht überhitzend, weil Kardamomkapseln, Fernchelsamen und Gewürznelken kühlen. Er ist also für alle 3 doshas bekömmlich.

Die Gewürze, außer dass sie wirklich köstlich schmecken (und riechen!), haben auch eine positive Wirkung auf unseren Organismus; z.B. regen alle sechs Gewürze das innere Feuer agni an, was besonders im Herbst und Winter von großer Bedeutung ist.

So kann man sagen, dass der Chai wirklich ein wohltuendes, wohlschmeckendes Wohlfühlgetränk ist!

GEWÜRZCHAI

Autorin: kitchen.manipura
Rezeptkategorie: Getränke

Zutaten

3 Zimtstangen
3 Sternanis
7 Kardamomkapseln
5 Gewürznelken
3 Scheiben frischer Ingwer
1 TL Fenchelsamen
1 1/4 l Wasser
250 ml Reismilch
etw Reismalz oder Ahornsirup

Zubereitung

Wasser mit den Gewürzen aufkochen und dann für ca. 20 Minuten köcheln lassen.
Reismilch dazugeben und ein paar Minuten ziehen lassen.
Zum Schluss nach belieben süßen.

Tipp:

Die Gewürze können auch ein zweites Mal ausgekocht werden; der Chai ist dann nicht mehr so kräftig im Geschmack, aber noch immer gut!

Abgefüllt in eine Glasflasche ist er im Kühlschrank 1-2 Tage haltbar.

 

 

 

 

KURKUMA UND GOLDEN MILK

Kurkuma hat in der manipura.kitchen das ganze Jahr über Saison (in meinen Gemüsecurrys, in den Dalgerichten, Suppen und auch in den Chutneys und Kuchen!), aber beginnt die Halsweh- und Erkältungszeit, ist es zusammen mit dem Ingwer eines der wichtigsten Gewürze. Kurkuma (Curcuma longa) gehört so wie der Ingwer zu den Ingwergewächsen (Zingiberaceae). Die beiden Knollen sind also miteinander verwandt, sie sehen sich sehr ähnlich, wobei die Kurkumaknolle meist kleiner ist und eine dünklere Farbe hat.

Durch Kurkuma Latte (oder auch Turmeric Latte), mittlerweile ein richtiges Kultgetränk, ist Kurkuma in aller Munde und wird als ein neues Superfood angesehen. Kurkuma ist jedoch ein Gewürz mit jahrtausendealter Tradition: Es kommt ursprünglich aus Südasien und ist ein fixer Bestandteil der indischen und ayurvedischen Küche. Es ist einer der wichtigen Bestandteile des Curry, der bekanntesten Gewürzmischung, und verleiht ihr auch seine gelbliche Farbe.

Und die Golden Milk ist ein altes ayurvedisches Rezept, das in yogischen Kreisen sehr beliebt war (und ist!). Yogi Bhajan, der das Kundalini-Yoga im Westen bekannt gemacht hat, soll seinen Schüler/innen nach der Yogapraxis die Golden Milk empfohlen haben, denn zusammen mit Milch und einem Löffel Öl, entfaltet Golden Milk angeblich besonders gut seine wohltuende Wirkung auf Gelenke und Bewegungsapparat.

Über die medizinische Wirkung von Kurkuma und dessen Wirkstoff Curcumin kann man sehr viel im Internet nachlesen. Eine dieser Seiten mit vielen Informationen ist zum Beispiel https://www.kurkuma-wurzel.info und es gibt auch eine Reihe von Publikationen über diese Superknolle.

In den Ayurvedaschriften wird über Kurkuma geschrieben, dass es scharfen und bitteren Geschmack und heiße und trockene Eigenschaften habe. Alle 3 doshas würden durch Kurkuma ausgeglichen, im besonderen das pitta dosha. Es wirke entzündungshemmend, antiseptisch, rege den Gallenfluss an und sei gut für Leber & Haut. Es sei bei Erkältungen und Allergien von großer Wirkung.

Besonders wirkungsvoll soll die Kombination Kurkuma & schwarzer Pfeffer (Piper nigrum) oder Kurkuma & Pippali (Piper longum), der lange Pfeffer, sein. Langer Pfeffer hat den Vorteil, dass er nicht pitta erhöht, während der schwarze Pfeffer, das sehr wohl tut. So kann eine Prise Pfeffer oder Pippali kein Fehler sein!

GOLDEN MILK

Autorin: kitchen.manipura
Rezeptkategorie: Getränke

Zutaten Basis

120 ml Wasser
60 g Kurkuma (Pulver)

In einem kleinen Topf Wasser und Kurkuma vermischen, auf kleiner Flamme köcheln, gut umrühren. Nach und nach verdunstet das Wasser und es entsteht eine cremige Kurkumapaste, die für ungefähr 40 Portionen ausreicht. Die Kurkumapaste in ein Glasgefäß füllen und im Kühlschrank aufbewahren.

1 Portion Goldene Milch

250 ml Mandelmilch (oder andere Pflanzen- oder Nussmilch)
½ oder 1 TL Kurkumapaste
1 TL Honig oder Ahornsirup
1 TL Mandelöl
1 Prise Pippali

In einem kleinen Topf die Kurkumapaste in der Mandelmilch auflösen und die Kurkumamilch erwärmen. Honig oder Ahornsirup, Mandelöl und etwas Pippali dazugeben.

Wichtig: Falls Honig verwendet wird, die Milch nur auf Trinktemperatur erwärmen, nicht stärker erhitzen, da sonst der zugefügte Honig unverträglich wird. Im Ayurveda soll Honig nicht erhitzt werden.

Wer keine Paste zubereiten möchte, kann auch direkt 1 Tl Kurkuma in die Milch rühren und erhitzen. Hier sollte die Milch aber kurz aufkochen, da Kurkuma richtig erhitzt werden soll.

Es gibt auch tolle Fertigmischungen von verschiedenen Firmen für „Kurkuma Latte“ mit Zimt oder Ingwer, die auch sehr interessant schmecken.

ROTE RÜBENSUPPE MIT ZIMT UND MANDELMILCH

Mit Ende Oktober beginnt der ayurvedische frühe Winter hemanta ritu. Nährende und aufbauende Nahrungsmittel tun jetzt dem Körper besonders gut. Für wohltuende Erdung eignet sich besonders Wurzelgemüse wie Karotten, gelbe und rote Rüben und die exotische, aber mittlerweile auch schon heimisch gewordene Süßkartoffel. Ja, sie wird tatsächlich bereits in Österreich angebaut! Ebenfalls zu empfehlen ist Kürbis, wobei die besonders süßen Sorten wie z.B. Hokkaido zu bevorzugen sind. Ich liebe alle diese Gemüsesorten, schon allein ihrer Farben wegen – goldgelb, orange, rot  und …. pink! Farbtupfer für graue Herbst- und Wintertage.

Die Roten Rüben gleichen vata und pitta aus und sollen aufbauend, entsäuernd und blutbildend wirken. Laut ayurvedischer Schriften haben sie eine leicht abführende Wirkung und unterstützen Darm und Leber.

Ich verwende für Cremesuppen sehr gerne Mandelmilch, denn sie gibt den Suppen eine seidige Note. Mandeln sind ayurvedisch betrachtet ebenfalls vata- und pittareduzierend, tun den Schleimhäuten gut und sollen Gehirn und Nervengewebe stärken.

Zimt ist im Winter ein sehr wohltuendes Gewürz. Das Gewürz hat einen süßen, scharfen und bitteren Geschmack und gleicht vata und kapha aus (es ist auch für pitta verträglich). Zimt wärmt, lindert Erkältungen und hilft bei kalten Füßen; also ein idealer Begleiter für die kalte und feuchte Jahreszeit.

Über Hing (Asafoetida) wird es einmal einen gesonderten Blogbeitrag geben. Es ist das Harz der Pflanze Alant. Hing ist sehr verdauungsfördernd und wird deshalb gerne in der ayurvedischen Küche, insbesonders bei der Zubereitung von schwer verdaulichen Lebensmitteln, wie Hülsenfrüchten und Kohlsorten, verwendet. Und jetzt zum Rezept!

ROTE RÜBENSUPPE MIT ZIMT & MANDELMILCH

Autorin: kitchen.manipura
Rezeptkategorie: Suppe

für 3-4 Personen

2 rote Rüben
3 EL Basmatireis
1/4 TL Asafoetida
1/4 TL Chili
1 1/2 TL Zimt
600 ml Mandelmilch
300 ml Wasser
Saft von einer 1/2 Zitrone
2 EL Olivenöl oder 2 TL Ghee
1 1/2 TL Salz
Pfeffer oder Chiliflocken mild und etwas Mandelmilch zum Dekorieren.

Die roten Rüben mit der Schale in heißem Wasser kochen, bis sie weich sind. Danach schälen und vierteln.
Den Basmatireis in doppelter Menge Wasser kochen.
Die roten Rüben-Stücke zusammen mit dem Basmatireis und der Mandelmilch im Standmixer (falls vorhanden, ansonsten mit dem Stabmixer) pürieren.
In einem großen Topf Öl (bzw. Ghee erhitzen), Asafoetida, Chili und Zimt nacheinander zugeben und ganz kurz anrösten.
Die Rote Rüben-Basmati-Mandelmilch-Mischung und Wasser dazugeben und erhitzen. Mit Salz und Zitrone abschmecken, eventuell mit Pfeffer oder milden Chiliflocken und etwas Mandelmilch hübsch anrichten.

APFEL CHUTNEY MIT INGWER & SCHWARZKÜMMEL

Herbstzeit ist Apfelzeit und damit auch Apfelchutneyzeit! Apfelchutney ist eines meiner Lieblingschutneys und ich habe schon ganz viele Varianten ausprobiert und zubereitet. Heute stelle ich euch eines meiner Lieblingsrezepte für den Herbst und Winter vor: mit Ingwer & Schwarzkümmel! Beide Gewürze sind ganz besonders wertvoll für die kältere Jahreszeit.

Das englische Wort „Chutney“ hat seine Wurzeln im Sanskrit catana, das so viel wie „in kleine Stücke zerfallen“ bedeutet und ich finde, das beschreibt sehr gut den Kochvorgang von Chutney. Während der Kolonialzeit in Indien haben die Briten die verschiedenen Chutneysorten kennen und lieben gelernt. Das britische Chutney enthält neben Obst und Gewürzen auch sehr viel Zucker und Essig. Das ayurvedische Chutney ist eher süß, wird am besten ohne raffinierten Zucker zubereitet und ist nicht so sauer – der Essig fehlt hier gänzlich. Essig ist nämlich ayurvedisch gesehen nicht so gesund, denn der extrem saure Geschmack von Essig lässt die so genannten srotas blockieren. Srotas sind Transportkanäle, in denen Substanzen transportiert werden. Sie sind daher für den Stoffwechsel von großer Bedeutung. Zu viel saures kann bei pitta-Konstitutionen zu Entzündungen und zu viel Hitze im Körper führen. Ein wenig sauer ist der Gesundheit jedoch förderlich, unterstützt die Verdauung und macht schwer verdauliche Lebensmittel, wie zum Beispiel Hülsenfrüchte, verträglicher.

Der Apfel ist von seiner Wirkung her süß und zusammenziehend, kalt und schwer. Er ist sehr eisenhaltig, ballaststoffreich und roh genossen absorbiert er Flüssigkeiten (geschabter Apfel ist bei Durchfall sehr hilfreich). Genießt man den Apfel gekocht, zum Beispiel in Form von Apfelmus, erhält man die konträre Wirkung: Der Apfel ist dann verdauungsfördernd, befeuchtet den Darm und fördert die Darmmotilität; ist also hilfreich bei Obstipation. Da Äpfel schwer verdaulich sind, sollten sie nur von Personen mit starkem Verdauungsfeuer roh gegessen werden. Für Vata-Konstitutionen sind rohe Äpfel oft unverträglich, aber gekocht eine wahre Anti-vata-Wohltat.

Ich esse ayurvedische Chutneys besonders gerne in der Früh zu meinem warmen Getreidebrei. Das saftige, leicht süße und wärmende Apfelchutney passt so gut zu den ersten kühlen Herbsttagen. Chutney wird auch zu einem vollständigen Ayurveda-Menü gereicht- neben Reis (meist Basmatireis), Dal (Hülsenfrüchte), einem Gemüsecurry und einem Raita (eine Zubereitung aus Joghurt & (oft frischem) Gemüse). Das so zusammen gestellte Menü wird ayurvedisch als komplett angesehen, weil es alle Geschmachsrichtungen enthält (süß, sauer, salzig, bitter und zusammenziehend) und uns auf diese Weise besonders sättigt und zufrieden stellt.

In dieser Herbst- & Wintervariante des Apfelchutney verwende ich Ingwer, Kurkuma und Schwarzkümmel. Alle 3 Gewürze erwärmen uns (und auch den von der thermischen Wirkung kalten Apfel) in der kalten Jahreszeit:

  • Ingwer ist heiß und scharf und reduziert Vata und Kapha. Er hilft besonders gut gegen Husten & Schnupfen und tonisiert die Stimme.
  • Kurkuma hat heiße und trockene Eigenschaften, hat einen bitteren und scharfen Geschmack und verringert alle doshas. Er wird als entzündungshemmend, antiseptisch, leber- und blutreinigend beschrieben und bewirkt bei Halsweh kleine Wunder.
  • Schwarzkümmel hat ebenfalls heiße und trockene Eigenschften mit bitterem & scharfem Geschmack und das in den Samen enthaltene Öl soll besonders gut gegen Erkältungen und Allergien (besonders auch prophylaktisch eingenommen) helfen.

APFELCHUTNEY MIT INGWER & SCHWARZKÜMMEL

Autorin: kitchen.manipura
Rezeptkategorie: Chutney

für 2 Personen

500 g Äpfel
½ TL Schwarzkümmelsamen
2-3 TL frischer Ingwer
½ TL Kurkuma
½ TL Kardamom
1/2 TL Vanille
etwas Wasser
1 EL Sesamöl
eventuell 1-2 EL Reismalz oder Ahornsirup

Äpfel schälen und in kleine Stücke schneiden. Sesamöl in einem kleinen Topf erhitzen. Zuerst Schwarzkümmelsamen in heißem Sesamöl leicht anrösten, dann Ingwer zugeben und ebenfalls kurz erhitzen. Jetzt die Gewürzpulver Kurkuma, Kardamom, Vanille und die Apfelstücke mit den angerösteten Gewürzen vermischen. Mit etwas Wasser ablöschen. Wichtig ist hier nur so viel Wasser zu verwenden, dass die Äpfel nicht anbrennen. Während des weiteren Kochvorgangs bildet sich aus den Äpfeln heraus genug Saft, so dass die Apfelstückchen darin weichgedünstet werden können. Bei geschlossenem Deckel Gewürze & Äpfel köcheln lassen. Sobald die Apfelstücke weich sind und beginnen zu zerfallen (ha! da ist die Bedeutung von catana: in kleine Stücke zerfallen), eventuell noch etwas Reismalz oder Ahornsirup unterrühren und noch ein paar weitere Minuten bei geschlossenem Deckel ruhen lassen.

AYURVEDISCHES INGWERWASSER

Ingwer! Eine der zwei Superknollen im Ayurveda. Neben Kurkuma ist Ingwer wahrscheinlich eines der meist verwendeten Gewürze im Ayurveda… zumindest in meiner manipura.kitchen kommt Ingwer fast täglich zum Einsatz. Generell weit verbreitet in der asiatischen Küche, ist Ingwer ein wichtiges und wertvolles Gewürz in der Ayurvedaküche, denn er stärkt unsere Verdauung, regt agni, das Verdauungsfeuer an, hilft bei Übelkeit (ideal bei Reiseübelkeit), ist gut gegen Husten & Schnupfen und tonisiert die Stimme.

Von seiner Wirkung ist Ingwer (Zingiber officinale) heiß und scharf und reduziert Vata und Kapha.

Seine Wirkung ist, je nachdem ob frisch oder getrocknet, ein wenig verschieden: Seine agni-stärkende Wirkung entfaltet er besonders im frischen Zustand (frischer Ingwer hat den Sanskritnamen ardraka). Getrockneter Ingwer (sunthi) hilft hingegen besonders gut um ama zu verbrennen. Das sind Art Schlacken, die sich im Verdauungstrakt ansammeln können, wenn Teile von unserer Nahrung nicht gut verdaut werden. Sie können unseren Organismus stark belasten. Es gibt deshalb im Ayurveda sehr viele Empfehlungen, einerseits um agni      anzuregen und die Verdauung zu verbessern (damit sich erst gar keine Schlacken ansammeln können) und andererseits Tipps, die das Ziel haben den Körper von ama zu befreien.

Und Ingwer, die Superknolle, kann eben beides!

In meinen Rezepten verwende ich sowohl frischen Ingwer (z.B. in Dalgerichten, Suppen, Currys,…), als auch getrockneten (z.B. im Frühstücksporridge, in Kuchen und anderen ayurvedischen Desserts), hierfür wird der frische Ingwer fein gehackt und den getrockneten kaufe ich in Pulverform.

Ein Tipp: Eine Scheibe Ingwer mit etwas Steinsalz vor dem Essen gekaut regt agni an und lässt uns die darauf folgende Mahlzeit besser verdauen.

Eine wichtige Empfehlung im Ayurveda zur Anregung von agni und zur Stärkung der Verdauungskraft ist das Trinken von heißem Ingwerwasser. Im Winter wärmt es wunderbar und schützt den Körper vor Kälte & Feuchte.

Je nach Konstitution wird das Ingwerwasser länger oder kürzer gekocht und mit mehr oder weniger Ingwerscheiben versehen (schärfer oder milder). Auch die Trinktemperatur wird im Idealfall der Konstitution angepasst.

In der kalten Jahreszeit bereite ich gerne in der Früh eine Thermoskanne mit Ingwerwasser vor, trinke dann gleich ein Glas (vor dem Frühstück!) und den Rest über den Tag verteilt in kleinen Schlückchen.

AYURVEDISCHES INGWERWASSER

Autorin: kitchen.manipura
Rezeptkategorie: Getränke

Zutaten

1 1/4 Liter Wasser
3-4 Scheiben Ingwer

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Zubereitung

Wasser und Ingwerscheiben in einem Topf aufkochen lassen und dann ca. für 10 Minuten köcheln lassen.

BASILIKUM, TULSI & AYURVEDISCHES PESTO

Da ist er nun mein erster Blogeintrag! Eigentlich hatte ich stets im Hinterkopf diesen Blog mit einem für Ayurveda ganz typischen Rezept zu beginnen, z.B. mit meinem Lieblingdal oder einem meiner köstlichen Chutneys. Aber es ist Hochsommer, ayurvedische und mediterrane Kräuter gedeihen auf meinem Balkon –  und was gibt es schöneres als selbst gezogene Kräuter in köstlichen Rezepten zu verwenden. Und ayurvedisch kochen bedeutet ja nicht unbedingt indisch zu kochen. Ich kann auch einfach, wie in diesem Fall, ein klassisch italienisches Rezept ayurvedisch verändern!

Dieses Rezept hat als Basis, so wie das italienische „Pesto genovese“ viel frisches Basilikum und gutes natives Bio-Olivenöl, kommt aber ohne Knoblauch und Käse aus. Käse wird im Ayurveda als ein eher schwer verdauliches Lebensmittel angesehen, zusätzlich blockiert er die Leitbahnen, die so genannten srotas. Freie srotas sind ein Garant für Gesundheit und Wohlbefinden! Ich persönlich verwende in meiner Ayurvedaküche auch keinen Knoblauch & Zwiebel (nur bei besonderen Beschwerden). Das ist übrigens eine Ayurvedarichtung, bei anderen Ayurvedaschulen kommen Knoblauch & Zwiebel in der Küche sehr wohl zum Einsatz. Gerne ersetze ich Knoblauch mit Asafoetida (oder auch Hing genannt): es ist ein Pulver, aus einem Harz gewonnen und besitzt außerordentlich verdauungsfördernde Eigenschaften. Der Geschmack erinnert leicht an etwas zwischen Knoblauch & Zwiebel! Bei Hülsenfrüchte, die von ihren Eigenschaften her eher schwer verdaulich sind und leicht Blähungen entstehen lassen, ist Asafoetida eine fixe Zutat.

Das Basilikum (Ocimum sanctum), das in der europäischen Küche sehr beliebt ist, kommt nicht ursprünglich, so wie ich dachte, aus dem mediterranen Raum, sondern aus Indien!

 

Basilikum (Ocimum sanctum)

rasa: scharf, bitter
guna: trocken, leicht
virya: heiß
vipaka: scharf
dosha: vata- und kaphareduzierend

Basilikum hilft bei Beschwerden der Atemwege, wie z.B. Husten und Erkältungen. es wirkt stoffwechselanregend, antseptisch und schweißtreibend!*

 

AYURVEDISCHES PESTO

Autorin: kitchen.manipura
Rezeptkategorie: Saucen & Pesti

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Zutaten

20g frische Basilikumblätter
50g Pinienkerne
4 EL natives Olivenöl
1/4 TL Asafötida
Saft von 1/2 Zitrone
Salz

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Zubereitung

Pinienkerne in der Küchenmaschine zerkleinern.

1 El Olivenöl erhitzen und darin das Asafötida kurz anrösten.

Zu den zerkleinerten Pinienkernen in der Küchenmaschine geben. Die restlichen 3 El Olivenöl, Basilikum, Zitronensaft und Salz hinzufügen.

So lange in der Küchenmaschine zerkleinern, bis das Pesto eine schöne Konsistenz annimmt.

 

Das Pesto hält sich einige Tage im Kühlschrank; zum besseren Konservieren in ein Glas füllen mit Olivenöl bedecken und mit einem luftdichten Deckel verschließen.

Die Pinienkerne können z.B. auch durch Cashewkerne ersetzt werden.

Ich liebe die Kombination: Pesto und Basmatireis, aber auch mit Vollkornnudeln oder Mungdalnudeln ein Traum. Kennt ihr Mungdalnudeln? Das sind grüne Nudeln, die nicht aus Getreide, sondern aus Mungbohnen hergestellt werden. Sind so wie andere Hülsenfrüchte eine ideale Eiweiß- und Eisenquelle.

In Indien gibt es auch eine andere sehr weit verbreitete Varietät; Tulsi oder Tulasi (Ocimum tenuiflorum). Tulsi ist in Indien eine heilige Pflanze und man findet sie deshalb sehr oft in der Nähe von Tempeln.

 

Tulsi (Ocimum sanctum)

rasa: scharf, bitter
guna: trocken, leicht
virya: heiß
vipaka: scharf
dosha: vata- und kaphareduzierend

Tulsi ist im Ayurveda eine wichtige stressreduzierende Pflanze, stärkt die Verdauung und das Gedächtnis und wirkt antiseptisch. Ebenfalls sehr hilfreich bei Erkältungen.*

 

Tulsi-Tee ist köstlich! Entweder zubereitet mit einem frischen Tulsiblatt: einfach ein frisches Tulsiblatt mit ein wenig heißem Wasser übergießen. Oder getrocknetes Tulsikraut aus dem Bio- oder Ayurvedaladen verwenden – genau so gut!

*Quellenangaben:
ROSENBERG KERSTIN / NAGERSHETH KALYARI Dr. / KÜHTE ALBRECHT ANDREA Dr: Ayurveda mit heimischen Pflanzen – Rezepte & Anwendungen für Gesundheit und Energie
ROSENBERG KERSTIN / NESARI TANUJA Prof.Dr.: Ayurveda heilt – Ernährung als Medizin